Zwischen Computer-Musik und Old-School-Jazz

27. Oktober 2022

Sie sind Mitglieder der Geschäftsleitung des Winterthurer Instituts für aktuelle Musik (WIAM) und selber junge Musiker im Trio Heinz Herbert. Dominic und Ramon Landolt erleben somit hautnah, wie sich junge Musikschaffende in der Jazzwelt bewegen.

Was unterscheidet die heutigen Jazzstudierenden von jenen, die vor zehn oder zwanzig Jahren eine Jazzschule absolviert haben?
Dominic Landolt: Früher wurde vor allem grossen Wert auf das Handwerk gelegt; ausserdem vergötterten viele junge Musikschaffende gewisse Idole aus der Jazzwelt. Heute, so stellen wir fest, sind die Studierenden breiter aufgestellt, indem sie neben ihrem Instrument auch mit elektronischer Musik arbeiten und beides miteinander kombinieren. Diese Tendenz hat sich mit der Corona-Krise noch verstärkt, als viele nur alleine oder im Duo etwas auf die Beine stellen konnten.

Wie jazzaffin sind die jungen Musikschaffenden heute?
Ramon Landolt: An unserer Schule bieten wir im Bachelorstudiengang verschiedene Richtungen zwischen Jazz sowie Popular Musik wie Pop, Rock, Blues und elektronischer Musik an. Gewisse Ausbildungsmodule überschneiden sich, was in der Schweiz einzigartig ist. Diese Vermischung steht gleichzeitig auch für die Art, wie viele junge Musikerinnen und Musiker heute Jazz definieren und damit arbeiten. Es geht ihnen nicht nur um das Beherrschen eines Instruments, sondern um die Performance rund um den Jazz. Die Jungen verstehen den Jazz viel offener und breiter als früher.

Wie interpretieren die jungen Musikerinnen und Musiker den Jazz?
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