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«Wir suchen Menschen, die sich emotional und kulturell mit der Schweizer Jazz- und Blues-Szene verbunden fühlen»

JAZZTIME hat seine Vision neu definiert. Und gleichzeitig lanciert die Publikationsdrehschreibe für Jazz und Blues in der Schweiz ein einzigartiges Gönner- und Patenschaftsprogramm. Verlagsleiter Joêl Wuethrich erklärt im Interview, wie die Jazz- und Bluesszene davon profitiert.

21. Mai 2026

Mit welcher Vision ist JAZZTIME unterwegs?

Joël Wuethrich: JAZZTIME versteht sich heute weit mehr als nur als klassisches Publikationsorgan. Die Vision basierte schon seit einigen Jahren seit der Neuaufstellung des Teams und der Dienstleistungen auf dem Anspruch, die Schweizer Jazz- und Blues-Szene langfristig zu stärken, sichtbarer zu machen und generationenübergreifend zu vernetzen. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Jazz und Blues nicht nur kulturelles Erbe sind, sondern auch in Zukunft relevant bleiben sollen – als lebendige, kreative und gesellschaftlich wichtige Ausdrucksformen.

Ein wichtiger Bestandteil der Vision ist das Gönnerprogramm von JAZZTIME. Welche Idee steckt dahinter?

Die Idee hinter dem Gönnerprogramm ist bewusst anders gedacht als klassisches Sponsoring. JAZZTIME sucht keine reinen Werbepartner, sondern Menschen, die sich emotional und kulturell mit der Schweizer Jazz- und Blues-Szene verbunden fühlen. Das Gönnerprogramm basiert auf dem Gedanken einer Community, die Verantwortung für die lebendige Jazz- und Blues-Szene übernimmt. Unterstützt werden die Sichtbarkeit von Künstlerinnen und Künstlern sowie die mediale Präsenz von Clubs, Festivals und Projekten. Dabei geht es auch um Wertschätzung gegenüber einer Szene, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeitet, aber einen grossen kulturellen Beitrag leistet. Gönnerinnen und Gönner können so auch Nähe, Einblicke und Teilhabe erhalten auf die redaktionellen Inhalte.

Zum Gönnerprogramm gehört ja auch ein Götti- bzw. Patenschaftsprogramm. Wie funktioniert das?

Das Patenschaftsprogramm ergänzt das allgemeine Gönnerprogramm um einen sehr konkreten Förderansatz: Unterstützerinnen und Unterstützer können gezielt einzelne Bereiche der Schweizer Jazz- und Blues-Szene fördern – beispielsweise Musikerinnen und Musiker, Clubs, Festival-Kommunikation, Album-Promotion oder PR-Projekte. Die Idee dahinter ist, eine direkte Verbindung zwischen engagierten Personen und einem publizistischen Output zu erzielen. Dadurch entsteht eine konkrete Form der Unterstützung. Wer eine Patenschaft übernimmt, weiss genau, wohin der Beitrag fliesst. JAZZTIME übernimmt dabei die koordinierende und kommunikative Rolle.

Wer kann daran teilnehmen?

Teilnehmen können grundsätzlich alle, die sich für die Schweizer Jazz- und Blues-Kultur engagieren möchten. Das Programm richtet sich an Privatpersonen wie auch an Unternehmen, Institutionen, Kulturinteressierte, Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber oder Personen mit einem engen Bezug zur Szene. Gerade weil Jazz und Blues stark von persönlichem Engagement, Netzwerken und kultureller Leidenschaft leben, möchte JAZZTIME Menschen mobilisieren und zusammenbringen – unabhängig davon, ob jemand selbst Musiker ist oder einfach die kulturelle Vielfalt unterstützen möchte.

Wie muss man vorgehen, um Götti oder Gotti einer Musikerin, eines Musikers oder eines Clubs zu werden?

Interessierte können sich direkt über die Website von JAZZTIME anmelden oder Kontakt mit dem Verlag aufnehmen (verlag@jazztime.com). Dort besteht die Möglichkeit, gezielt auszuwählen, welche Bereiche oder Projekte unterstützt werden sollen – beispielsweise Album-Promotion, Festival-Kommunikation, Club-Promotion oder Storytelling- und PR-Arbeit. JAZZTIME begleitet diesen Prozess und sucht gemeinsam mit den Interessierten nach passenden Fördermöglichkeiten.

Wie profitieren die Musikerinnen und Musiker davon?

Viele Musikerinnen und Musiker sowie kleinere Clubs oder Festivals verfügen über grosses kreatives Potenzial, haben aber oft nur begrenzte finanzielle und kommunikative Möglichkeiten. Durch die Patenschaften erhalten sie zusätzliche Sichtbarkeit, professionelle Kommunikationsunterstützung und mehr Reichweite. Das kann beispielsweise in Form von PR-Arbeit, Storytelling, Promotion-Kampagnen, redaktioneller Präsenz oder digitaler Kommunikation geschehen. Darüber hinaus stärkt das Modell auch die Vernetzung innerhalb der Szene und schafft neue Kontakte zwischen Kulturschaffenden, Medien, Veranstaltern und Unterstützenden.

Welche Anreize gibt es für die GönnerInnen und Paten/Patinnen?

Im Vordergrund steht die ideelle Unterstützung der Schweizer Jazz- und Blues-Kultur. Gleichzeitig erhalten Gönnerinnen, Gönner sowie Patinnen und Paten einen besonderen Zugang zur Szene. Dazu gehören Einblicke hinter die Kulissen, Nähe zu Künstlerinnen und Künstlern, exklusive Informationen oder die Möglichkeit, Entwicklungen direkt mitzuerleben. Das Programm setzt bewusst auf Wertschätzung, persönliche Beziehungen und Verbundenheit und dazu noch auf klassische Sponsoring-Mechanismen.

Welche Ziele hat sich JAZZTIME für die Zukunft gesetzt?

JAZZTIME möchte seine Rolle als zentrale Plattform der Schweizer Jazz- und Blues-Szene weiter ausbauen. Dazu gehören neue digitale Formate, noch stärkere Präsenz auf verschiedenen und neuen Kommunikationskanälen sowie eine noch intensivere Vernetzung innerhalb der Szene. Ein zentrales Ziel besteht darin, Jazz und Blues auch für jüngere Generationen sichtbarer und relevanter zu machen. Gleichzeitig will JAZZTIME weiterhin unabhängigen Musikjournalismus fördern und den Kulturschaffenden in der Schweiz eine starke mediale Stimme geben. Langfristig versteht sich JAZZTIME als Plattform, die nicht nur berichtet, sondern aktiv zur Stabilität, Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Schweizer Jazz- und Blues-Kultur beiträgt.

www.jazztime.swiss/vision

Jetzt Gönnerin bzw. Gönner oder Götti oder Gotte von Jazz- und Blues-MusikerInnen oder Clubs werden.

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